Fürth – Ein Saisonausklang par excellence! Dieses Kunststück vollbrachte Jörne Sprehe beim alljährlichen Hallenklassiker am Jahresende, dem Festhallenturnier in Frankfurt: Im Sattel ihrer Paradestute „Luna 1509“ schaffte die 32-jährige Fürtherin die Sensation und ging im stark besetzten Stechen als hochgefeierte Grand Prix-Siegerin vom Platz.

Fleiß, Kontinuität und Beständigkeit – mit diesen Attributen lässt sich wohl die phänomenale Erfolgskurve von Jörne Sprehe beschreiben, die sie nicht zuletzt auch ihrem Trainer Kurt Gravemeier zu verdanken hat. Er betreute sie schon in ihrer Jugendzeit, verfügt als ehemaliger Bundestrainer über genügend Erfahrung und Know-How und das gibt jede Menge Vertrauen und Sicherheit. Genau diese Punkte bringen der frischgekürten Siegerin die notwendige Unterstützung bei der Ausbildung der jungen Pferde und dem steten Aufbau der eigenen Anlage in Fürth.

Die deutsche Amazone, die ja bereits als Nachwuchsreiterin acht Medaillen bei Europameisterschaften gewinnen konnte und Triumphe bei den Deutschen und Bayrischen Meisterschaften verbuchte, darf auf eine fulminante Saison zurückblicken, die vollgespickt war mit großartigen Erfolgen und Top-Resultate auf internationalem Terrain. Gemeinsam mit ihrer starken Truppe rund um „Luna 1509“, „Stakki´s Jumper“, „JP´s Winzerin“, „Montanus 27“, „Solero“ oder „Clueso 5“, die sie allesamt selbst ausgebildet hat, sorgte sie das gesamte Jahr hindurch für Schlagzielen en suite: Dritter Platz im Nationenpreis von Linz, Grand Prix-Sieg in Linz, Siegesreigen in Pforzheim, Grand Prix-Triumph in Wiener Neustadt, Platz eins und fünf im Ostarichi Championat in Wiener Neustadt und nun folgte beim hochkarätigen Hallenevent in Frankfurt der phänomenale Sieg im Großen Preis.

Hier hatte sie kein leichtes Los, denn im Stechen musste sich die Betreiberin des Fürther Horseparks gegen starke Mitstreiter wie Carsten-Otto Nagel, Rolf-Göran Bengtsson, Christian Ahlmann, Philipp Weishaupt, Denis Lynch oder Gert-Jan Bruggink durchsetzen. Man schrieb der Amazone doch ein wenig die Außenseiterrolle zu, durfte sie aber nicht unterschätzen, wie Veranstalter Paul Schockemöhle bei der Pressekonferenz unterstrich: „Das ist alles andere als ein Zufall. Wer mir zutraut, das ich was von Pferden und Reiten verstehe, der kann mir glauben, dass das bei Jörne Sprehe einfach sehr gutes Reiten war. Dieses Stechen musste schnell geritten werden und das hat sie genau richtig gemacht, sie hatte alles unter Kontrolle.

Und das bewies sie mit genial gerittenen 40,43 Sekunden, die am Ende an der Spitze des Klassements standen und ihr wohl das beste Weihnachtsgeschenk brachten, das sich Jörne Sprehe erträumen konnte: Ein nagelneuer Mercedes als Hauptpreis im diesjährigen Grand Prix von Frankfurt.