Beim Weltcupturnier im tschechischen  Olomouc bei Prag ging der Triumph im mit 40.300,- Euro dotierten Großen Preis nach Deutschland: Jörne Sprehe und „Luna 1509“ setzten sich im Stechen gegen drei Mitstreiter – darunter auch Vorjahressieger Maximilian Schmid – durch und siegten vor voller Kulisse im wichtigsten Springen des Wochenendes.

Im nahe Prag gelegenen Olomouc fand am vergangenen Wochenende ein zur Central European League FEI Word Cup™ zählendes CSI-W statt. Neben der gerade aufgestiegenen Equipe aus Ukraine waren auch viele weitere anerkannte Top-Reiter vor Ort und garantierten großartige Starterfelder. Dies wiederum lockte zahlreiche Zuseher ins Reitstadion, die für eine prächtige Stimmung und tolle Atmosphäre gesorgt hatten.

Für die Betreiberin des Horsepark by Sprehe in Fürth, Jörne Sprehe, war es ein erfolgsgekröntes Wochenende, das mit einem vierten Platz im ersten Weltranglistenspringen schon gut startete. Sie konnte sich dabei voll und ganz auf ihre Spitzenstute „Luna 1509“ verlassen, die nicht nur mit einer astreinen Nullrunde glänzte, sondern schnell genug für eine vordere Platzierung war.   Fehlerfreie Runden gab es in der Großen Tour nämlich jede Menge, weshalb der Kursdesigner Olaf Petersen den 1,60 Meter hohen World Cup Grand Prix überaus selektiv und anspruchsvoll gestaltete. Insgesamt 50 Pferd-Reiter-Paare waren für das sonntägige, mit 40.300,- Euro dotierte Hauptspringen qualifiziert und von diesen schafften nur vier den Einzug in die Entscheidung. Sowohl der Vorjahressieger Maximilian Schmid als auch der Pole Michal Kazmierczak, sie beide hatten das Stechen eröffnet, blieben erneut fehlerfrei und setzten in 43,71 und 44,60 Sekunden ordentliche Richtmarken. Als dritte Stechreiterin hatte Jörne Sprehe natürlich riskiert. Sie sattelte abermals ihre „Luna 1509“ und übernahm couragiert, souverän und überragend, wie wir sie kennen, in 41,91 Sekunden die Führung. Nun hieß es noch einmal bangen, denn der für das Team Ukraine startende Ferenc Szentirmai hatte mit „Chaccland“, der ja im Besitz von Oleksandr Onyshenko steht, noch ein heißes Eisen im Feuer. Teammitglied Rene Tebbel unterstuetzte ihn wie man das von dem Weltklassereiter kennt. Die Zeit von exakt 42,00 Sekunden hat nicht gereicht und obendrein gab es noch vier Strafpunkte für einen Abwurf (4. Rang).

Somit ging der Sieg im World Cup Grand Prix an Jörne Sprehe vor Landsmann Maximilian Schmid und Michal Kazmierczak. Damit hat Jörne in nahezu einem Jahr mit „Luna 1509“ die Großen Preise von Frankfurt, Pforzheim, Linz, Budapest und eben Olomouc gewonnen.

Für die Fürtherin wird dieser Erfolg immer ein Besonderer sein. Ihre Oma Gisela ist vor wenigen Tagen verstorben, weshalb sie ihr den Triumph widmen möchte.